Bildern, Bäumen & Büchern eine Stimme geben
Mithilfe der App ChatterPix Kids können Fotos zum Sprechen gebracht werden. Die Ergebnisse lassen sich mit Stickern, Filtern und Hintergründen weiter gestalten und abspeichern.
Die App ist super niedrigschwellig und wird in ihren simplen Funktionen auch schon von Kindergartenkindern schnell verstanden. Die Gestaltungsmöglichkeiten regen die Kreativität an, machen Spaß und bieten Kindern kreative Sprachanlässe.
Die App ist für Kitas und Schulen interessant, denn sie fördert Medienkompetenz und kann für unterschiedliche Bildungsbereiche eingesetzt werden. Hier sind einige Ideen:
Wie geht es dem Baum? Und was hat der Regenwurm heute noch so vor?
Mit ChatterPix Kids können wir Dingen eine Stimme geben, die nicht für selbst sprechen können. Dafür werden Pflanzen, Tiere oder Gegenständen aus unserer Umgebung in der App abfotografiert, einen Mund an passender Stelle eingezeichnet und eine Sprachnachricht aufgenommen.
Das ist meist ziemlich lustig, weil wir dem Baum dann auch noch in der Nachbearbeitung eine Sonnenbrille oder einen Schnurrbart verpassen können. Aber um den Baum auf dem Asphalt-Parkplatz von seiner Laune oder den Regenwurm von seinen heutigen To-Dos erzählen zu lassen, brauchen wir nicht nur Bedienkompetenzen, sondern auch Wissen, Kreativität und Empathie.
Denn wenn wir Kinder Dinge auf dem Spielplatz, im Klassenzimmer oder im Wald mit ChatterPix Kids fotografieren und bearbeiten lassen, dann geht es natürlich auch um das spannende digitale Gerät in ihren Händen, aber der Fokus liegt auf ihrer Umgebung und ihren Gedanken dazu.
Und wer sich auch noch mit der App Book Creator auskennt, kann sich ganze Geschichten ausdenken, die von den fotografierten Protagonist:innen selbst erzählt werden. Dazu werden die verschiedenen ChatterPix-Videos in der passenden Reihenfolge in ein neues E‑Book eingefügt und mit Titelblatt und Textpassagen ergänzt.
Berühmte Kunstwerke berichten lassen
Warum schmunzelt die Mona Lisa? Und was hat die Freiheitsstatue wohl schon alles beobachten können?
In ChatterPix Kids können auch Bilder aus der Galerie des Gerätes bearbeitet werden. So können auch Dinge zum Sprechen gebracht werden, die sich nicht in unserer Umgebung befinden. In der Schule können so Referate spannend ergänzt werden und Wissen über Kunstepochen und geschichtliche Ereignisse auf kreative Art und Weise präsentiert werden.
Marketing-Profis aus Dänemark haben die Idee für eine Kampagne genutzt und Kunstwerke mit KI sprechen lassen. Das können wir mit ChatterPix Kids einfach nachmachen: Zur Werbe-Kampagne
Ein Buch, dass sich selbst vorstellt
Schon mal ein Buch gesehen, dass für sich selbst Werbung gemacht hat?
Mit ChatterPix Kids ist das super leicht zu realisieren: Titelseite oder Zeichnung im Buch abfotografieren, abgebildeten Personen, Tieren oder Gegenständen einen Mund einzeichnen und berichten, warum das Buch lesenswert ist.
Das knifflige: Die Sprachaufnahme ist maximal 30 Sekunden lang. Das sprechende Buch muss also auf den Punkt kommen und das ist manchmal gar nicht so einfach. Die Produzierenden müssen also genau wissen, was an dem Buch hervorzuheben ist.
Eine ausführliche Anleitung zur Buchpräsentation mit ChatterPix Kids gibt es bei der Akademie für Leseförderung Niedersachsen.
Was passiert auf meinem Bild?
Manchmal ist es schwierig zu erkennen, was auf einem Kinderbild zu sehen ist. Mit ChatterPix Kids können Kinder ihren Zeichnungen eine Stimme geben und die Figuren berichten lassen, was in der Situation passiert.
Wenn man das gleiche Foto von der Zeichnung mehrfach bearbeitet, damit verschiedene Figuren zu Wort kommen können, und die Videos am Ende zum Beispiel mit der App iMovie zusammenfügt, entsteht sogar ein kleiner Dialog. Ein Beispiel davon kann man hier sehen: Medienpraxis-Idee III: Sprechende Winterbilder
So können sie ihre eigenen Themen darstellen und zum Beispiel von ihren Erlebnissen, ihrer Bewunderung für bestimmte Medienfiguren oder ihren aktuellen Sorgen berichten.
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Weitere InformationenChancen und Grenzen der App
Die App “ChatterPix Kids” ist für Kinder ab einem Alter von vier Jahren empfohlen und ist kostenlos für Apple- und Android-Geräte verfügbar. Es wird kein Account benötigt und die App kann offline genutzt werden. Sie enthält keine In-App-Käufe, aber Werbung für andere Apps der Marke — eine Weiterleitung zum App-Store ist jedoch durch einen Elternbereich gesichert.
Die App ist nur in Englischer Sprache verfügbar, jedoch sind die Funktionen durch die intuitive Bedienung schnell erfasst. Die App erfordert den Zugriff auf die Kamera, die Galerie und das Mikrofon. Der Server steht in den USA.
Benutzende sollten das Recht am eigenen Bild sowie das Urheberecht kennen und akzeptieren.
App-Vorstellung
Keine Lust, sich das alles durchzulesen? Am Dienstag, 12. Mai 2026 findet von 13:30 — 14:15 Uhr im Rahmen unserer App-to-Date-Reihe eine kurze Online-Vorstellung der App, ihren Vorteilen und Praxis-Ideen statt. Einfach anmelden, reinschalten und sich von den Ideen kurz und knapp berieseln lassen.


